Mittwoch, 25.04.2018
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CCS-Entscheidung des Bundesrates begrüßt Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft begrüßt CCS-Entscheidung des Bundesrates - Warnung vor den Gefahren des Frackings

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. (AöW) befürwortet die Entschei­dung des Bundesrates, dem CCS-Gesetz nicht zuzustimmen.

„Wir werten dies als einen Teilerfolg in unserem Eintreten für den Grundwasserschutz“, erklärte die AöW-Geschäftsführerin Christa Hecht am 28. September 2011. Die öffentliche Wasserwirtschaft hatte seit Einbringen der ersten Gesetzes­vorlagen auf die Gefahren der Kohlendioxid-Verpressung durch Versalzung des Grundwassers und damit großen negativen Auswirkungen für die Umwelt, die Landwirtschaft und die Wasserwirtschaft hingewiesen. Auch die sogenannte Länderklausel und die Haftungsregelungen im CCS-Gesetzentwurf hat die AöW als ungeeignet für den Schutz der Umwelt und die dauerhafte Sicherung der Trinkwasserversorgung bewertet. „Wir fordern die Bundesregierung und den Bundestag in der nun eintretenden Denkpause auf, dafür Sorge zu tragen, dass dem Schutz der lebensnotwendigen Ressource „sauberes Wasser“ Vorrang vor allen anderen Interessen zur Nutzung des Untergrundes eingeräumt wird. Dies gilt auch für die derzeit diskutierten Regelungen zur unkonventionellen Gasförderung, dem sogenannten Fracking.“ Die AöW betonte, dass die Umwelt und die Wasservorkommen auch für künftige Generationen bewahrt werden müssen. Einmal eingetretene Belastungen und Verunreinigungen des Grundwassers könnten kaum mehr rückgängig gemacht werden. Die Risiken von CCS und Fracking sind nach heutigen Erkenntnissen mit technischen Verfahren derzeit nicht dauerhaft auszuschalten. Daher dringen die vielen tausend Zweckverbände in der Wasserversorgung und Boden- und Was­ser­verbände sowie die AöW als deren Vertreterin darauf, dass der Grundwas­serschutz stets im Hinblick auf die nächsten Generationen Priorität haben muss.

Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V. (AöW) ist die Interessenvertretung der öffentlichen Wasserwirtschaft in Deutschland. Sie wurde im Jahr 2007 gegründet und zu ihr zählen Mitglieder aus allen Bundesländern. Sie ist ein Zusammenschluss von öffentlich-rechtlichen Einrichtungen und Unternehmen der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, der Wasser- und Bodenverbände sowie des Flussgebietsmanagements, die ihre Leistungen ausschließlich selbst oder durch ver­selbständigte Einrichtungen in öffentlichrechtlichen Organisations­formen erbringen. Zweck des Vereins ist die Förderung der öffentlichen Wasserwirtschaft durch die Bündelung der Interessen und Kompetenzen der kommunalen und verbandlichen Wasserwirtschaft.

Quelle: EM / AöW



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