Sonntag, 17.12.2017
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Kampf dem Mikroplastik: Forschungsprojekt untersucht Reifenabrieb als eine Ursache der Gewässerbelastung

Mikroplastik ist ein globales Umweltproblem. Zu rund einem Drittel stammen die winzigen Partikel von Reifenabrieb, der durch Niederschlagswasser in die Kanalisation gespült wird und über Kanäle und Flüsse schließlich ins Meer gelangen. Zur Entwicklung von Vermeidungsstrategien müssen Abriebfaktoren, Eintragspfade, Verbreitungswege und Auswirkungen im Detail untersucht werden.
Foto: GKD(10.10.2017) Mit Hochdruck arbeiten Wissenschaft und Industrie weltweit an der Erforschung von Lösungen, die den Eintrag von Mikroplastik- Partikeln in die Binnen-Gewässer und ins Meer verhindern. Diese Mikroplastik-Teilchen werden von Fischen, Muscheln oder Vögeln aufgenommen – und landen letztendlich mit der Nahrung auf unseren Tellern.
Dabei sind die Zahlen alarmierend: Fast 46 Mio. Pkw sind in Deutschland angemeldet, und jeder von ihnen verursacht pro 50.000 Kilometer Fahrleistung ein Kilogramm Abrieb je Reifen. Im Jahr fallen so über 110.000 Tonnen Reifenabrieb an, der aus Kautschuk, Ruß, Mineralölen, Additiven und metallischen Stoffen besteht. Die in der Kautschukmischung aus Natur- und Synthesekautschuk enthaltenen Polymere werden als Mikroplastikpartikel mit dem Regenwasser in die Kanalisation geschwemmt. Von dort fließen sie nahezu ungehindert Richtung Meer, das sie nach jüngsten Studien in bislang nicht bekanntem Ausmaß verschmutzen...

Unternehmen, Behörden + Verbände: GKD – Gebr. Kufferath AG (Düren); Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF, Berlin); Technische Universität Berlin (Berlin); Wessling Holding GmbH & Co. KG (Altenberge); Heiko Sieker Ingenieurgesellschaft Prof. Dr. Sieker mbH (Hoppegarten); Continental Reifen Deutschland GmbH (Hannover)
Autorenhinweis: Dipl.-Ing. Markus Knefel
Foto: GKD


Autor: Markus Knefel 
 
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