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Stiftung Initiative Mehrweg wirft Tetra Pak Studie mangelnde Seriosität vorDie Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) hat erhebliche Zweifel an der Seriosität einer im Auftrag von Tetra Pak erstellten Studie geäußert. Diese wurde vom EHI Retail Institute erstellt und analysierte die Kosten, die im Einzelhandel durch verschiedene Getränkeverpackungen entstehen (sog. Prozesskosten). In der Zeitschrift rt retail technology 5/2008 wurde über die Ergebnisse der bis heute nicht zugänglichen Studie berichtet. Hierbei wurden die gängigen Verpackungsgrößen 1 Liter und 1,5 Liter für Getränkekartons und die entsprechenden Alternativen aus PET-Einweg sowie Mehrweg verglichen. Laut dieser Untersuchung seien Einweg-Getränkekartonverpackungen im Handel die preisgünstigste Verpackung. Im Gegensatz dazu zeigte ein Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen Einweg- und Mehrweg-Getränkeverpackungen des Fraunhofer Instituts Materialfluss und Logistik insbesondere beim Verkauf von Mehrweg als Kastenware deutlich positivere Ergebnisse, was für die SIM Anlass der Zweifel an der Tetra Pak-Untersuchung war.Mehrfache Anfragen der Stiftung Initiative Mehrweg wurden von Tetra Pak mit der fadenscheinigen Begründung, es handle sich um Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse abschlägig beschieden. Der Geschäftsführer der Stiftung, Staatssekretär a. D. Clemens Stroetmann, kommentiert: „Die Studie ist nicht als seriös anzuerkennen, wenn die Herleitung der Ergebnisse und die Annahmen, auf die sie gestützt wird, nicht offengelegt werden.“ So könnten Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse – wenn solche denn vorhanden wären – geschwärzt oder anonymisiert werden. „Es ist in hohem Maße unseriös, im wettbewerblichen Alltag mit angeblichen Studienergebnissen zu hantieren, die von niemandem nachvollzogen werden können. Wer hier das Licht der Öffentlichkeit scheut, muss dafür gute Gründe haben“, betonte Stroetmann. Jede Studie sei nur so gut und belastbar, wie es die zur Grundlage gemachten Annahmen hinsichtlich der Rahmenbedingungen seien. Für einen ernst zu nehmenden Vergleich der Ergebnisse sei es unerlässlich, die durchgeführte Methodik transparent zu machen. „Bis dahin bleibt es dabei, dass Mehrweggetränke-Verpackungen nicht nur ökologisch eine gute Wahl sondern auch wegen Ihrer Wirtschaftlichkeit vorzugswürdig sind“, sagte der Geschäftsführer der SIM. Quelle: EM/SIM || zurück... |
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