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Projekt Desertec nimmt Gestalt an

Das bisher größte und teuerste Öko- und Infrastrukturprojekt, die Desertec-Gesellschaft DII, plant, in Nordafrika erste Kraftwerke zu bauen.

Diese Planungen bestätigte die Gesellschaft in einem Gespräch mit dem Entsorga-Magazin. Aus einem Interview mit Desertec-Chef Paul van Son in der Süddeutschen Zeitung (SZ) geht weiter hervor, dass Marokko für ein solches Vorhaben ein idealer Partner sei. Laut van Son sollen dort alle in Frage kommenden Technologien eingesetzt werden: Solar, Photovoltaik und Windkraft. Der Vorteil von Marokko bestehe vor allem darin, dass bereits eine Hochspannungsverbindung nach Spanien existiere. Der Projektchef habe bereits mit der marokkanischen Energieministerin gesprochen und sei beeindruckt von der Bereitschaft zur Zusammenarbeit, heißt es in der SZ.
Ähnliche Gespräche gebe es auch bereits mit der tunesischen Regierung. Einen vergleichbaren Schritt in ein neues Energiezeitalter habe es seit Beginn der Stromversorgung im 19. Jahrhundert nicht gegeben. Die Projektgesellschaft will bis 2012 ein politisch abgestimmtes Konzept vorlegen und damit den Weg bereiten für die Entwicklungen bis 2050. „Die Sonne schickt pausenlos Energie auf die Erde. Allein in Wüsten kommt in sechs Stunden so viel an, wie die Menschheit in einem ganzen Jahr verbraucht. Es wäre verschwenderisch, das nicht zu nutzen. Es ist Zeit für eine Revolution“, erklärt van Son. Ihm sei dennoch klar, dass Desertec über Jahre Überzeugungsarbeit leisten müsse, denn Industrieländer müssen ihren nationalen Energiemix überdenken und die Länder Nordafrikas darauf vertrauen, dass es nicht um modernen Kolonialismus geht. „Wir müssen allen klar machen, was die verpassen, wenn sie bei der Gestaltung eines neuen Energiezeitalters nicht mitmachen.“

Quelle: EM/Desertec/SZ  

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