Dienstag, 25.09.2018
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Seewasser pur: Abgase von Schiffen lassen sich mit Waschverfahren wirkungsvoll reinigen

Das bei Schiffen als Treibstoff verwendete Schweröl enthält Schwefel und belastet somit die Umwelt stark. Derzeit steht man vor der Entscheidung zwischen dem Einsatz von schwefelfreiem Treibstoff oder Abgaswäschern. Hier bieten sich zwei Varianten an: der Offline-Wäscher und der Inline-Wäscher. Beide können in einer Open-Loop- oder einer Closed-Loop-Betriebsweise geführt werden.
Foto: M. Boeckh (04.05.2018) Die Abgase von Schiffen sind unter Generalverdacht geraten, nicht erst seit der chinesische Frachter „MS Yang Ming Utmost“ am 04. Oktober 2014 den Hamburger Hafen in einem Radius von mehreren Kilometern mit einer Rußwolke bedeckt hat.
Das als Treibstoff verwendete Schweröl enthält bis zu 5 Prozent Schwefel. Mittlerweile ist der Schwefelgehalt auf maximal 3,5 Prozent reduziert worden, handelsüblich sind Schwefelanteile zwischen 2 und 3 Prozent. Ab 2020 soll der Schwefelanteil weltweit weiter auf 0,5 Prozent gesenkt werden. Weiterhin gibt es Schutzzonen im Meer, in denen nur schwefelarmer Treibstoff mit einem Schwefelgehalt kleiner als 0,1 Prozent verwendet werden darf. In besonderen Gebieten ist die Zero-Discharge-Regelung ebenfalls durchgesetzt, so etwa in den meisten Häfen, den Großen Seen in den USA oder in der Ostsee. Man steht also derzeit vor der Entscheidung zwischen schwefelfreiem Treibstoff (LSHFO, Diesel oder LNG) oder Wäschern für Abgase.
Abgaswäscher für Schiffe stehen im Vergleich zu Abfallverbrennungsanlagen an Land vor vielen Problemen. Zwar ist Platz ein gemeinsames Problem, jedoch ist diese Schwierigkeit an Bord ungleich schwerer zu bewältigen als an Land. Aller vorhandene Platz ist belegt oder wird für die Fracht benötigt. Also weicht man, wo möglich, in den Zwischenboden unter Deck 0.0 aus, was bedeutet, dass die statische Struktur des Schiffes angegriffen wird, aber auch, dass ein Tank Züge oder Träger beinhaltet.
Ein weiteres Problem ist das Gewicht. Ein Schiff mit 24 MW Antrieb hat etwa einen Abgasvolumenstrom von 150.000 Nm³/h...

Unternehmen, Behörden + Verbände: LAB GmbH
Autorenhinweis: Dipl.-Ing. Christian Fuchs, LAB GmbH u. Anette Weingärtner, Berlin
Foto: M. Boeckh


Autor: Dipl.-Ing. Christian Fuchs, Anette Weingärtner 
 
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