Sonntag, 22.07.2018
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Echtzeit-Analytik von Inhaltsstoffen: NIR-Technik eignet sich zur Qualitätssicherung von Ersatzbrennstoffen

Um relevante Qualitätsparameter wie Brennwert, Asche- und Chlorgehalt für Ersatzbrennstoffe zu ermitteln, hat das Institut für Infrastruktur, Wasser, Ressourcen, Umwelt (IWARU) der FH Münster in Kooperation mit dem Unternehmen Tomra Sorting die bei der Abfallaufbereitung zur Stoffseparation etablierte Nahinfrarottechnik weiterentwickelt. Durch eine intelligente Verknüpfung von detektierten und datenbankbasierten Informationen können brennstoffrelevante Parameter in Echtzeit bestimmt werden.
Foto: IWARU/FH Münster (04.05.2018) Ersatzbrennstoffe (EBS) werden weitgehend in Sekundärbrennstoffe und ‚Heizwertreiche Fraktionen’ unterschieden. Heizwertreiche Fraktionen weisen nach eher einfacher Aufbereitung höhere Heizwerte als das ursprüngliche Abfallgemisch auf und werden in Monoverbrennungsanlagen (EBS-Kraftwerken) verwertet. Im Gegensatz dazu haben Sekundärbrennstoffe einen komplexeren Aufbereitungsprozess durchlaufen und werden z.B. in Kohlekraft- und Zementwerken mitverbrannt.
Die Qualitätsanforderungen an einen Ersatzbrennstoff resultieren zum einen aus den genehmigungsrechtlichen Vorgaben der zuständigen Behörde und zum anderen aus den Anforderungen der jeweiligen Verwertungsanlage, die sich aus der spezifischen Verfahrenstechnik ergeben. Die von den Verwertern einzuhaltenden Grenzwerte sowie die prozessrelevanten Spezifikationen werden durch entsprechende privatrechtliche Vorgaben im Rahmen von vertraglichen Vereinbarungen an den Ersatzbrennstoffhersteller weitergegeben.
Aktuell erfolgt die Qualitätssicherung von Ersatzbrennstoffen bzw. die Bestimmung der relevanten Qualitätsparameter im Rahmen einer diskontinuierlichen Analyse von Proben im Labor (Offline-Analytik). Die Offline- respektive Laboranalytik beinhaltet dabei mehrere Prozessschritte (Probenahme, Probenvorbereitung, Probenaufschluss, Messung der Elementkonzentration, Datenauswertung), die alle Fehlerpotentiale aufweisen. Da die Analysenergebnisse erst mit einer zeitlichen Verzögerung von teilweise einigen Werktagen vorliegen, ist darüber hinaus eine direkte Beeinflussung der Brennstoffqualität im Herstellungsprozess nicht möglich...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Institut für Infrastruktur, Wasser, Ressourcen, Umwelt (IWARU), Fachhochschule Münster, FB Bauingenieurwesen (Münster); Tomra Sorting GmbH (Mülheim-Kärlich)
Autorenhinweis: Anette Weingärtner (Berlin)
Foto: IWARU/FH Münster


Autor: Prof. Dr.-Ing. Sabine Flamme 
 
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Seiten: 3
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