Mittwoch, 25.04.2018
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Schatzgrube Elektro-Auto: Projekt untersucht Recycling von Leistungselektronik aus Elektrofahrzeugen

Elektrofahrzeuge werden künftig zunehmend am Straßenverkehr teilnehmen. Daher ist absehbar, dass zeitversetzt auch mehr E-Mobile recycelt werden müssen. Hierbei liegt das Augenmerk besonders auf der Leistungselektronik, denn diese enthält zum Teil wertvolle Metalle, die weltweit nicht unbeschränkt zur Verfügung stehen. Diese sollten in spezialisierten Elektronikrecyclinganlagen zurückgewonnen werden.
Foto: TU Clausthal(26.03.2018) Die Zukunft der individuellen Mobilität mittels Pkw in Deutschland hat seit der UN-Klimakonferenz 2015 in Paris und dem im November 2016 vorgestellten Klimaschutzplan 2050 eine feste Zielrichtung. Um die bis 2030 vorgegebenen ambitionierten Treibhausgasreduktionsziele im Mobilitätssektor von 42 Prozent zu erreichen, müssen treibhausgasneutrale Technologien ausgebaut werden. Eine tragende Rolle wird hier die Elektromobilität spielen. Ein deutlicher Anstieg des Absatzes an Elektrofahrzeugen ist zu erwarten. Damit verbunden wird zeitversetzt das Aufkommen an Elektrofahrzeugen, die recycelt werden müssen, ansteigen. Dies beinhaltet auch die verwertbaren Leistungselektronikmodule, die in jedem Elektrofahrzeug als wichtiges Bauteil für das Energiemanagement eingesetzt werden.
Spezielle Recyclinganlagen für elektronische Bauteile aus Fahrzeugen mit Elektroantrieb können strategisch wichtige Metalle, besonders Edelmetalle wie Gold, Silber und Palladium, zu 90 Prozent zurückgewinnen. Das zeigt der Vergleich mit dem herkömmlichen Recycling im Auto-Schredder, wo ein Großteil der Edelmetalle (75 Prozent und mehr) verloren geht. Das vom Öko-Institut in Darmstadt koordinierte Projekt „Elektrofahrzeugrecycling 2020 – Schlüsselkomponente Leistungselektronik“ (ElmoReL 2020) untersuchte die Optimierung des Recyclings der Leistungselektronik von Elektrofahrzeugen...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Öko-Institut; Electrocycling GmbH (Goslar); TU Clausthal (Clausthal-Zellerfeld); Volkswagen AG (Wolfsburg); PPM Pure Metals GmbH (Langelsheim)
Autorenhinweis: Dr. Winfried Bulach, Öko-Institut Darmstadt u. Anette Weingärtner, Berlin
Foto: TU Clausthal


Autor: Dipl.-Ing. Winfried Bulach, Anette Weingärtner 
 
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Seiten: 3
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