Dienstag, 23.10.2018
Logo Entsorga Magazin


weitere Fachartikel unter ASK-EU



Ambitionierte Anpassungen notwendig: Öko-Institut untersucht Klimaschutzszenarien für die Jahre 2030 und 2050

Eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende beeinflusst die Klimaschutzpotentiale der Kreislaufwirtschaft; gleichzeitig kann die Kreislaufwirtschaft auch zum Gelingen der Energiewende beitragen. Dazu gehört neben dem verbesserten und vermehrten Recycling auch die rechtzeitige Reduktion der Kapazitäten bei den Müllverbrennungsanlagen auf den noch benötigten Bedarf.
Foto: M. Boeckh(26.03.2018) Die Kreislaufwirtschaft leistet seit Jahren einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz und schont durch die Bereitstellung von Sekundärrohstoffen primäre Ressourcen. Zudem stellt die Abfallverbrennung eine sichere Senke für Schadstoffe dar. Nach den energie- und klimapolitischen Zielen der Bundesregierung soll der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung im Jahr 2030 50 Prozent und im Jahr 2050 80 Prozent betragen. Die Treibhausgas (THG)-Emissionen sollen bis 2030 um 55 Prozent sowie bis 2050 um 80 bis 95 Prozent sinken. Das Bezugsjahr ist jeweils 1990. Zusätzlich hat die letzte Bundesregierung entschieden, bis zum Jahr 2022 aus der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung auszusteigen.
Um diesen Wandel abbilden zu können, untersuchte das Öko-Institut im Projekt ‚Klimaschutzszenarien 2050’ im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) die potentiellen Entwicklungen der THG-Emissionen bis zum Jahr 2050. Im Klimaschutzszenario ‚KS 80’ wird das Ziel, die THG bis 2050 um 80 Prozent zu reduzieren, erreicht. Dazu muss der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von aktuell ungefähr 25 Prozent auf über 80 Prozent ansteigen. Der Anteil der fossilen Energieträger nimmt entsprechend auf unter 10 Prozent ab. Damit wird deutlich, dass fossile Kraftwerke langfristig nur noch zur Vorhaltung von Reservekapazitäten zum Ausgleich der fluktuierenden erneuerbaren Energien eingesetzt werden...
Unternehmen, Behörden + Verbände: Öko-Institut (Darmstadt), Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)
Autorenhinweis: Günther Dehoust (Öko-Institut Darmstadt)
Foto: M. Boeckh


Autor: Dipl.-Ing. Günter Dehoust 
 
Diesen Fachartikel können Sie über unseren Partner ASK-EU erwerben.
Seiten: 4
Preis: € 5,00 Diesen Artikel weiterempfehlen

 Hier können Sie den kostenlosen Acrobat Reader downloaden.


Ein Angebot der
zur dfv Mediengruppe