Dienstag, 23.10.2018
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Milliardenschweres Groß-Reinemachen: In Brasilien sollen alle Gebäude ans Abwasser-Kanalnetz

Brasilien will im Laufe der nächsten 20 Jahre alle Gebäude an das Kanalnetz für Abwässer anschließen. Damit würde sich ein milliardenschwerer Markt auch für Auslandsinvestoren öffnen. Für private Entsorger gibt es jedoch vorerst noch etliche juristische Hürden zu überwinden.
Foto: Trata Brasil(26.03.2018) Für Auslandsinvestoren müsste Brasiliens Entsorgungswirtschaft eigentlich ein attraktiver Markt sein. Denn im Rahmen des so genannten ‚Nationalen Programms zur Grundsanierung (PNSB)’ von 2013 sollen im Lauf der nächsten 20 Jahre alle Gebäude des Landes an das Kanalnetz für Abwässer angeschlossen werden. Der finanzielle Gesamtaufwand für dieses ‚Universalisierungsprojekt’ würde sich auf mehr als 85 Mrd. Euro (zu aktuellen Preisen und Wechselkursen) belaufen. Das wären drei Viertel mehr als zwischen 2005 und 2015 für solche Zwecke investiert wurde. Zugleich sind Kläranlagen im Betrieb durchaus rentabel: Jährlich werden damit knapp 20 Mrd. Euro umgesetzt.
Es könne keine Rede davon sein, dass die von den Gemeinden bewilligten Tarife für die Unternehmen nicht kostendeckend seien, meint Otávio Ferreira da Silva, Vorstandsvorsitzender des Entsorgers CAB Ambiental mit Sitz in São Paulo. Im Gegenteil: „Die Grundsanierung ist einer der wenigen Infrastrukturbereiche, wo sich die nötigen Investitionen bequem mit den derzeit geltenden Tarifen finanzieren lassen – sogar das ehrgeizige Vorhaben, alle Gebäude an das Kanalnetz anzuschließen“, sagt Silva. Carlos Henrique da Cruz Lima, Vorstandsvorsitzender des Entsorgers GMS aus Niteroi, schätzt das Umsatzpotential der Branche nach der ‚Universalisierung’ auf 35 Mrd. Euro jährlich...

Unternehmen, Behörden + Verbände:ã CAB Ambiental (São Paulo)
Autorenhinweis: Dr. Lorenz Winter (Laranjeiras, Brasilien)
Foto: Trata Brasil


Autor: Dr. Lorenz Winter 
 
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