Sonntag, 17.12.2017
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Aus ‚müllartig’ wird ‚waldig’: Biofilter beseitigen Gerüche und VOC in der Abluft

Bei der Müllsortierung, in Aufbereitungsanlagen und ganz besonders in Kompostwerken treten oft unangenehme Gerüche auf, die Anwohner nachhaltig belästigen. Grund sind biologische Prozesse, bei denen flüchtige Kohlenwasserstoffe (VOC) entstehen. Im thüringischen Eisfeld hat ein Kunststoffrecycling-Unternehmen sich für eine biologische Abluftreinigung entschieden und damit gute Erfahrungen gemacht.
Foto: Störk Umwelttechnik (06.11.2017) Die Firma Systec Plastic Eisfeld GmbH ist ein Hersteller von Recyclingkunststoff. Es werden Verpackungen aus der Wertstoffsammlung Grüner Punkt zerkleinert, gereinigt und im Anschluss aufbereitet. Als unerwünschtes Nebenprodukt der Aufbereitung fallen bis zu 170.000 m³/h geruchsbelastete Abluft mit einer Temperatur von 25 bis 40 °C und einer relativen Feuchte von 20 bis 60 Prozent an. Die Anlage wird aktuell etwa für 8200 h pro Jahr betrieben. Die Abluft entsteht dabei vor allem im Bereich der Aufbereitung. Die Geruchsintensität lag bis zu 9500 GE/m³. Die Einheit GE bezeichnet die Europäische Geruchseinheit GEE als Maß zur „Quantifizierung von Gerüchen, die in Europa üblich sind.“ Sie ist in der Norm EN 13725 standardisiert.
Aufgrund der starken Intensität des Geruchs und der großen Luftmenge ergibt sich eine große Geruchsfahne, die unter ungünstigen Bedingungen weiträumig wahrgenommen werden kann. Der Geruch ist dabei in erster Linie müllartig, säuerlich und süßlich nach Speiseresten zu interpretieren. Deshalb war es notwendig, am Produktionsstandort Eisfeld (Thüringen) eine Abluftreinigungsanlage zu installieren...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Störk Umwelttechnik GmbH (Emmingen-Liptingen); Systec Plastics Eisfeld GmbH (Eisfeld)
Autorenhinweis: Dipl.-Ing. Thomas Gerl und Dipl.-Ing. Ulrich Lütke-Wöstmann, Störk Umwelttechnik GmbH
Foto: Störk Umwelttechnik


Autor: Thomas Gerl, Dipl.-Ing. Ulrich Lütke-Wöstmann 
 
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