Sonntag, 22.07.2018
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Nicht kalkulierbares Risiko: Die Sicherheitsbedenken gegenüber dem Fracking bleiben

Fracking bedeutet einen massiven Eingriff in die Umwelt. Niemand weiß, welche Folgen es hat, wenn Millionen Liter Chemikalien in den Untergrund gepresst werden. Bislang liegen darüber keinerlei Erkenntnisse aus der Forschung vor. Die Politiker haben schwere Entscheidungen zu treffen. Sie dürfen sich nicht im Dickicht der Interessen verheddern. Die Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft (AöW) hat hier klar Stellung bezogen.
Abb.: AöW(06.10.2015) Das Thema Fracking beschäftigt die Politiker seit Monaten. Es gäbe noch „umfangreichen Beratungsbedarf“ und „zahlreiche Änderungswünsche“ heißt es aus Koalitionskreisen. Hauptstreitpunkte sind wohl die Anzahl der Probebohrungen, die das Parlament festlegen will. Strittig ist auch eine Expertenkommission, die bewerten soll, ob konkrete Frackingvorhaben bedenklich sind oder nicht. Die Union unterstützt eine solche Kommission, die SPD nicht und beruft sich dabei auf den Oldenburger Rechtsprofessor Volker Boehme-Neßler. Der hält die Expertenkommission mit den geplanten Kompetenzen für verfassungswidrig. Bei der bisherigen Diskussion wird zum Beispiel die ungelöste Problematik der Entsorgung der Unmengen von stark belastetem Abwasser ausgeblendet. Denn für das Fracking sind große Mengen Wasser erforderlich – pro Bohrloch sind es 10 bis 30 Mio. Liter. Hunderttausende Bohrlöcher werden beim Fracking fällig für die Erschließung des Gases. Und es wird so genanntes Frackfluid mit verschiedenen, zum Teil giftigen, Chemikalien in den Untergrund gepresst.
Ein Teil davon kommt als ‚Flowback’ wieder an die Oberfläche zurück. Der ‚Flowback’ enthält neben dem Frackfluid das eingepresste Wasser (mehrere Millionen Liter je Bohrloch) und auch Wasser aus den unterirdischen Lagerstätten – so genanntes Formationswasser...

Unternehmen, Behörden + Verbände: Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e. V.
Autorenhinweis: Christa Hecht, Geschäftsführerin Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e. V. (AöW)
Abb.: AöW


Autor: Christa Hecht 
 
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