Samstag, 20.12.2014
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Einfach laufen lassen: Die Verkeimung neu verlegter Trinkwasserleitungen ist ein Dauerproblem

Seit Wochen sorgt die Verkeimung mit Pseudomonas-Bakterien in neu verlegten Trinkwasserleitungen in einem Ort südlich von Heidelberg für Aufregung. Trotz gründlichen Spülens, Chlorens und schließlich dem neuerlichen Austausch der frisch verlegten Leitungen konnte das Problem nicht behoben werden. Nur ein Einzelfall?
Foto: M. Boeckh(22.11.2011) Nach der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) haben Pseudomonas-Bakterien im Trinkwasser nichts zu suchen. Aber genau dieser allgegenwärtige Keim mit der Bezeichnung Pseudomonas aeruginosa war in den seit Anfang Juli 2011 verlegten neuen Trinkwasserleitungen in der Bahnhofstraße von St. Ilgen, einem Ort südlich von Heidelberg, bei einer Routineuntersuchung nachgewiesen worden. „Bei Pseudomonas ist der Grenzwert Null. Schon ein Pseudomonas- Bakterium ist zuviel. Wenn nur eines nachweisbar ist, dann wird das Gesundheitsamt die Leitung nicht abnehmen“, erklärt Rudi Kuhn, Leiter der Technischen Betriebe von Leimen/ St. Ilgen. Zwar wird in der Trinkwasserverordnung eine Untersuchung auf Pseudomonas aeruginosa nicht gefordert, sie kann aber vom Gesundheitsamt gemäß § 20 TrinkwV angeordnet werden.
Bevor die Leitungen ans Trinkwassernetz angeschlossen werden, müssen sie mehrere Tests bestehen. Zunächst wird die neu verlegte Leitung mit Wasser gefüllt und anschließend eine Druckprobe gemacht um festzustellen,...
Unternehmen, Behörden + Verbände: Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW)
Autorenhinweis: Dr. Martin Mühleisen, Gaiberg
Foto: M. Boeckh


Autor: Dr. Martin Mühleisen 
 
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